Bei einer Existenz- bzw. Unternehmensgründung wird durch den Kapitalbedarfsplan festgestellt, wieviele Mittel zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderlich sind. Die Summe dieser Mittel muß finanziert werden.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Eigenkapital oder Fremdkapital
Eigenkapital ist das Kapital, das die Inhaber oder Anteilseigner in das Geschäft einbringen, das sie somit riskieren, mit dem sie haften und das am Gewinn beteiligt ist.
Fremdkapital ist Kapital, das der/die Unternehmer Dritten schulden. Dieses Kapital muß in der Regel verzinst werden - unabhängig davon wie die Geschäfte laufen. Fremdkapital ist nicht am Gewinn beteiligt und haftet auch nicht für die Schulden des Unternehmens - Fremdmittel sind die Schulden des Unternehmens.
Eine stabile Finanzierung kommt nur selten allein durch Fremdkapital zustande, nicht zuletzt weil ohne vorhandes Eigenkapital nur selten jemand zu finden ist, der ein Unternehmen zu 100% finanziert, damit letztlich auch zu 100% das Risiko des Kapitalverlustes trägt, jedoch nur mit einer relativ kleinen, festen Rendite rechnen kann. Jede Bank wird bei einer Finanzierung darauf achten, dass in einem Projekt nicht nur ihr Geld aus Spiel gesetzt wird. Und je höher der Eigenkapitalanteil am Geschäft, desto leichter wird es daher, eine bestehende Finanzierungslücke mit Fremdkapital zu schließen.
Beide Kapitalanteile können auf unterschiedliche Arten eingebracht werden:
1. Eigenkapital
Bei einem bestehenden Unternehmen wird, erfolgreicher Geschäftsverlauf vorausgesetzt, der Fremdkapitalanteil ständig geringer, der Eigenkapitalanteil dagegen ständig höher. Bilanziell mag sich das in vielen Fällen auf den ersten Blick anders darstellen, rechnet man aber stille Reserven hinzu, dann kommt das schon hin. Im Verlauf der Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen daher die Möglichkeit, sich durch Einbehalten bzw. Reinvestition erzielter Gewinne von innen zu finanzieren.
Wichtig:
2. Fremdkapital
Darüber hinaus gibt es eine breite Palette an Fördermitteln, die z.T. als Zuschuß (EK) oder als zinsvergünstigtes Darlehen (FK) vergeben werden. Manche davon sind kombinierbar.
Das Verhältnis zwischen eingesetztem Kapital und Ertrag wird als Rendite bezeichnet. Allerdings ist zwischen Eigenkapitalrendite, Fremdkapitalrendite und Gesamtkapitalrendite zu unterscheiden. Die Gesamtkapitalrendite sollte höher sein als die Zinsen für Fremdkapital.
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