Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit, jederzeit seinen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Der Liquiditätsplan ist daher eine Übersicht über das Verhältnis zwischen den Einzahlungen und Auszahlungen, und zwar nicht saldiert, sondern chronologisch aufgeführt.
Insbesondere in der Anfangsphase eines Unternehmens sind die Zeitpunkte und Höhe von Einzahlungen nur schwer einschätzbar, und trotz bester Planung können zusätzliche, unerwartete Kosten auf den Unternehmer zukommen. Daher sollten bei der Liquiditätsplanung für eine Existenzgründung solide Reserven einkalkuliert und die Erwartung der Einzahlungen pessimistisch kalkuliert werden.
Es kann sehr hilfreich sein, eine Beispielkalkulation unter Zuhilfenahme eines Skontros vorzunehmen, in der die regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben chronologisch dargestellt werden. Dabei wird deutlich, wie schnell selbst bei täglichen Einnahmen die monatlichen, quartalsmäßig und jährlich anfallenden Kosten eine zumindest kurfristige Zahlungsunfähigkeit verursachen können. Da dies auch mit Tabellenkalkulationen recht mühsam ist, wird in Kürze im Download-Bereich dazu ein kleines Datenbank-Programm verfügbar sein (auf Basis MS-Access), das die Problematik veranschaulicht.
Liquidität wird nach Fristigkeit unterschieden, und schon im Bereich der Existenzgründung müssen sowohl kurz- als auch langfristige Liquiditätsplanung vorgenommen werden.